Katholische Polizeiseelsorge in Hessen

Wallfahrt der katholischen Polizeiseelsorge nach Rom

Tagebuch einer Pilgerfahrt


Peterskirche bei Nacht

7.9.2019: wohlbehalten wieder daheim

Der letzte Tag unserer Pilgerreise ist angebrochen. Wir treffen uns wie gewohnt um 9.00 Uhr zu einem heute etwas anderen Impuls. Wir beginnen mit einer Auswertungsrunde und hangeln uns an drei Fragen entlang:

  • Das fand ich Spitze …
  • Das wäre mein Wunsch gewesen …
  • Darauf möchte ich hinweisen …

Das Hotel Casa Valdese Roma fand großen Gefallen. Das Vortreffen ungefähr ein Vierteljahr vorher wurde als wichtig für den Zusammenhalt der Gruppe empfunden. Die kleinere Gruppengröße (22 statt 38 Teilnehmer*innen) wurde von allen als angenehm empfunden. Die Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs statt eines Busses fand ein positives Echo. Allerdings stieg die Laufleistung an manchen Tagen auf bis zu 15 Kilometer. Als Wunsch wurde geäußert, hin und wieder einmal ein geistliches Lied zu singen.

Die Teilnehmenden benennen das ausgewogene Programm mit der Möglichkeit zu gemeinschaftlichen aber auch individuellen Unternehmungen. Auch der Anteil an spirituellen Impulsen am Morgen und am Abend sowie die theologischen Einblendungen an bedeutsamen Orten über den Tag verteilt fand positive Erwähnung.

Mehrfach wurde dem dreiköpfigen Team von Robert Schmitt, Sabine Christe-Philippi und Joachim Michalik für die einander ergänzende Rollenverteilung gedankt. Dabei wurde natürlich die Reiseführung durch Robert Schmitt mehrfach erwähnt. Er hat es verstanden, die ihm weitgehend fremde Gruppe schnell wertzuschätzen aber auch seiner Liebe zur Stadt Rom Ausdruck zu verleihen. Nicht zuletzt war die Gruppe sehr homogen zusammengesetzt, so dass es in dieser Woche keine atmosphärischen Spannungen gab. Die Gruppe fühlte sich durch das Leitungsteam jederzeit behütet und umsorgt.

Nach einem Reisesegen und einer kleinen Pause ging es mit dem Shuttle-Bus zum Flughafen. Der Flieger brachte uns wohlbehalten nach Frankfurt. Erfüllt von vielen Eindrücken, gestärkt durch die Begegnung in der Gruppe und spirituell bereichert kamen alle gut nach Hause. Eine tolle Zeit!

6.9.2019: San Clemente und Sankt Paul vor den Mauern

Nach unserem Morgenimpuls fahren wir mit der Metro bis zur Station Colosseo. Von dort führt uns unser Fußweg zur Basilica San Clemente al Laterano. Diese Kirche steht im Rang einer Basilica minor. Sie ist dem Märtyrer Clemens I. geweiht, der in der Zeit von 88 bis 97 Bischof von Rom war. Die Kirche und das angrenzende Kloster gehören seit 1677 irischen Dominikanern. Weil wir früh am Tag zu dieser Kirche kommen, gehen wir zuerst in die unter der Basilika liegenden Vorgängerbauten. Dort sind wir (anfänglich) fast allein und nehmen die Führung durch Robert Schmitt aufmerksam wahr. Von besonderem Interesse sind (nicht nur hier) die theologischen Einblendungen neben dem historischen Ansatz der Führung. Die Kernfrage lautet: In welcher Weise wurde das Christentum der frühen Zeit von anderen Religionen geprägt? Was nehmen wir Christen heute von den Philosophien unserer Zeit auf und adaptieren es in unsere Theologie? Sehr spannend!

Der Weg führt uns zurück zur Metro-Station Colosseo. Dort besteigen wir die Metro, um bis zur Station Basilica S. Paolo zu fahren. Unser Ziel ist Sankt Paul vor den Mauern. Dabei handelt es sich um eine der Papstbasiliken von Rom. Seit dem Abschluss der Lateranverträge 1929 ist sie eine exterritoriale Besitzung des Heiligen Stuhls und eine der sieben Pilgerkirchen von Rom. Wir gehen an der Längsseite dieser Kirche entlang. Diejenigen Pilger, die diese Kirche noch nicht kennen, denken: „Na ja, was soll das Besondere sein?“ Nach der schönen (aber leider in Restauration befindlichen) Säulenhalle betreten wir diese einmalige Hallenkirche, die nach einem Brand im Jahr 1823 schwer beschädigt aber wieder aufgebaut wurde.

In dieser Kirche wird Paulus zum Thema. Seine Fähigkeit, das Reisen als damals modernes Kommunikationsmittel zu nutzen, hat dem Christentum überhaupt erst die Verbreitung über den Horizont des damals verbreiteten Judentums hinaus ermöglicht. Sein Ringen um die Möglichkeit der sog. Heidenmission wurde im Apostelkonzil (wahrscheinlich um das Jahr 48) beigelegt. Dieses frühe Ringen der jungen Kirche um den weiteren Weg der Kirche könnte auch heute ein Antrieb darstellen, Streitfragen in der Kirche fair und offen zu bearbeiten.

Anders als sonst klingt der Tag mit einer Fahrt zum nächtlichen Petersplatz und einem kleinen Spaziergang aus.

5.9.2019: Kolosseum – Forum Romanum - Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II

Mit dem schon zur guten Gewohnheit gewordenen Morgenimpuls starten wir in den Tag. Danach geht es mit der Metro zu unserer ersten Station, dem Kolosseum. Nach der üblichen Wartezeit wegen der unumgänglichen Sicherheitsüberprüfungen verbringen wir eine Stunde im Kolosseum. Es werden viele Restaurierungen durchgeführt. Deshalb sind Teile dieses großen Bauwerks gesperrt. Etwas wehmütig erinnere ich mich daran, dass ich während meines Studiums weitgehend ungehindert durch die große mächtige Anlage streifen konnte.

Am Konstantinsbogen vorbei geht es über die Via Sacra zum Forum Romanum. Die Hitze des Tages lässt uns Pilger wann immer möglich den Schatten suchen. Die reichhaltige Geschichte dieses Gebietes wird uns von unserem Reiseführer, Robert Schmitt, einerseits sehr detailreich jedoch auch immer mit einer Prise Humor vermittelt. Es macht trotz der körperlichen Anstrengung einfach Freude, ihm zuzuhören.

Als wir das Forum Romanum verlassen, führt uns unser Weg über das Capitol zur Piazza Venezia. Dort beenden wir für diesen Tag das offizielle Programm.

Ungefähr ein Drittel unserer Gruppe besteigt noch das Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II. Die Römer selber bezeichnen diesen Bau etwas despektierlich als „Schreibmaschine“. Vom Dach dieses Baus genießen wir den schönen Blick über die Stadt Rom und schauen dabei auch auf die zurückgelegte Strecke des Tages.

Im Hotel angekommen tut die Dusche gut, ein geistlicher Rückblick und ein Gläschen Wein auf der Dachterrasse.

4.9.2019: Peterskirche und Campo Santo Teutonico
Vatikanisches Museum oder Ausgrabungen (Scavi, Petrusgrab)

Nach unserem Morgenimpuls von Sabine Christe-Philippi machen wir uns mit der Metro auf den Weg zum Campo Santo Teutonico, dem Friedhof der in Rom verstorbenen deutschsprachigen Verstorbenen. Eine Bruderschaft pflegt die christliche Nächstenliebe und die Feier des deutschsprachigen Gottesdienstes. Der Erhalt ihres Friedhofes, das christliche Totengedenken und die Fürbitte für die Verstorbenen sind Stiftungsauftrag. An dieser ersten Station des Mittwochs gedenken wir auch unserer eigenen Verstorbenen. Joachim Michalik nimmt die Gelegenheit der Stille der zum Friedhof gehörenden Kirche wahr und gibt einen kurzen Impuls zu dem Gedanken: „Wie kommen wir zu Gott?“ – jedenfalls nicht durch eigene Vedienste.

Da sich Papst Franziskus in Afrika aufhält, entfällt an diesem Mittwoch die Generalaudienz. Einerseits bedauern die Pilger diesen Umstand, andererseits wird damit ein großes Zeitfenster eröffnet, die Peterskirche zu besichtigen.

Es ist unglaublich beeindruckend, diese Architektur wahrzunehmen. Eigentlich ist jedes Wort zu viel, dieses Gotteshaus zu beschreiben. In diesem unglaublichen sakralen Bau verschlägt es einem wegen der Architektur und dem Sprachgewirr der vielen Menschen die Sprache. Das Regiment des aufsichtführenden Personals ist entsprechend rigide. Mit allen Kräften versuchen diese Mitarbeiter, der Würde dieses Gotteshauses zu ihrem Recht zu verhelfen.

Am Nachmittag gehen wir in zwei zeitlich versetzten Gruppen in die Nekropole unter der Basilika St. Peter und auf die Kuppel. Dabei stehen wir auch vor dem mutmaßlichen Grab von Petrus, dem Apostel. Abgesehen von dem archäologischen Befund bleibt dem Theologen die Frage im Kopf: „Was bedeutet dieser Befund für meine Glauben?“ Eine dritte Teilgruppe besichtigt die vatikanischen Museen.

Der Gang auf die Kuppel von St. Peter ist einerseits Schweiß treibend und andererseits mit dem Blick auf die Stadt und in die vatikanischen Gärten ein weiteres Mal überwältigend. Besonders fasziniert auf dem Weg zur Kuppel der Blick in die Peterskirche hinein aus der Perspektive der Kuppel.

Am Ende des Tages tut die Dusche gut und ein Gläschen Wein auf der Dachterrasse.

3.9.2019: Rom kennenlernen: Touristisches Rom – Geschichte Roms

Station in der deutschsprachige Kirche in RomNach einem geistlichen Impuls macht sich die Pilgergruppe mit der Metro und dem Bus am 3. September zur Kirche „Santa Maria dell‘ Anima“, der Kirche der deutschsprachigen Katholiken in Rom. Für uns ist der Besuch dieser Kirche ein guter Anlass, für die Kirche in Deutschland zu beten.
Piazza Navona

Durch die verwinkelten Straßen dieses Wohnviertels geht es über die Piazza Navona,

Trevi-Brunnenden Trevi-Brunnen,
Piazza di Populo

die Spanische Treppe durch malerische Seitengässchen zur Piazza di Populo.

Hier endet das Besichtigungsprogramm. Am Abend treffen sich die Teilnehmer dieser Pilgerreise zu einem Abschluss vor dem Abendessen und einem guten Glas Wein auf der Dachterrasse.

2.9.2019: Auf geht’s in die ewige Stadt Rom

Ankunft in Rom (Flughafen)

Am 2. September 2019 treffen 22 Polizistinnen oder Polizisten allein oder mit ihren Ehepartnern am Flughafen Frankfurt ein. Sie werden von der Polizeiseelsorgerin Sabine Christe-Philippi, dem Polizeiseelsorger Joachim Michalik und vor allem dem Reiseführer Robert Schmitt aus dem Hessischen Landeskriminalamt erwartet. Heute jedoch sind alle in privater bzw. geistlicher Mission unterwegs.

Hotel in Rom: Casa Valdese

Nach einem ruhigen Flug und sicherer Landung bringt sie ein Shuttle-Bus in das Hotel Casa Valdese in Rom. Die Zimmer sind schnell bezogen und die Pilger treffen sich zur gegenseitigen Vorstellung, der Vorstellung des Programms und der Absprache von Spielregeln im Haus und in der Gruppe).

Nach dem Abendessen brechen fast alle nochmals miteinander auf, um die „Scalinata della Trinità dei Monti“ zu besichtigen. Der gewollte Nebeneffekt: alle Teilnehmer werden in das Geheimnis der römischen öffentliche Verkehrsmittel eingeführt. Dass es regnet, erschwert dem Fotografen sein Handwerk, tut der guten Laune der Teilnehmenden keinen Abbruch.

Weitere Bilder


Ankunft in Rom (Flughafen)


Hotel Casa Valdese


Deutschsprachige Gemeinde in Rom "Santa Maria dell Anima"


Piazza Navona


Trevi-Brunnen


Scalinata della Trinità dei Monti (Spanische Treppe)


Piazza di Populo


mit der Metro unterwegs


Unser Reiseführer Robert Schmitt in seinem Element


Die Piltgergruppe der katholischen Polizeiseelsorge in Hessen


Campo Santo Teutonico


Campo Santo Teutonico: Restauration durch angehende Steinmetzmeister


St. Peter in Rom


Die Pilgergruppe an der Statue des Heiligen Petrus


In der Basilika St. Peter


Die Nekorpole unter St. Peter


Das Petrusgrab


Die Kuppel in St. Peter (innen)


Vatikanische Gärten


Das Kolosseum von außen


Das Kolosseum (innen)


Forum Romanum


Haus der Vestalinnen (Südseite, Atrium)


Das Capitol


Ein spezielles Bekleidungshaus: Gammarelli


Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II


Kolosseum (Hintergrund) und Forum Romanum


Die Pilgergruppe der Polizeiseelsorge auf dem Weg in die Gechichte von San Clemente


Sankt Paul von den Maueren


Sankt Paul vor den Mauern


Sankt Paul vor den Mauern (Innenansicht)


Sankt Paul vor den Mauern (Kassettendecke)


Sankt Paul vor den Mauern (Seitenansicht auf den Sarkophag von Paulus)


Brunnen auf dem Petersplatz


Petersplatz bei Nacht


Peterskirche in Rom bei Nacht

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Sehnsucht nach Meer (Mehr)

Wann?

15.10.2019
18:00 Uhr

Wo?

Katholisches Pfarramt Flieden
Hauptstr. 25
36103 Flieden

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