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Willkommen auf der Internetseite der Katholischen Polizeiseelsorge im Bundesland Hessen!

Liebe Damen und Herren,

Sie haben die Seite der katholischen Polizeiseelsorge in Hessen geöffnet.

Das freut mich! Gerne möchte ich Sie auf diesem Wege grüßen!

Die Polizeiseelsorge basiert auf der Grundlage eines Vertrages der Hessischen Bistümer mit unserem Bundesland.

Wir sind ein Dienst der Kirche für alle Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte und alle Beschäftigten bei der Polizei in allen Lebenslagen.

Unser bundeseinheitliches Logo ist dem Polizeistern nachempfunden. Er versinnbildet den Psalmvers 84,

 

"Gott, der Herr, ist Sonne und Schild."

 

Die Polizistinnen und Polizisten

  • stehen für die Sicherheit des Bürgers und seiner Grundrechte
  • müssen oft in die Abgründe der Menschen sehen und erleben schwer belastende Einsätze
  • stoßen durch Frust und Ärger im Dienst manchmal an die Grenzen der Belastbarkeit

Die katholische Polizeiseelsorge bietet:

Beratung und Hilfe
in persönlichen Notlagen
bei beruflichen Problemen
bei privaten Schwierigkeiten
 
Beistand
in Trauer und Krankheit
bei Ehe- und Partnerschaftskrisen
nach traumatischen Erlebnisse
 
Begleitung bei
Beförderungen und Dienstjubiläen
Einweihung neuer Dienststellen
dienstliche und familiäre Feiern
 
Ausbildung
Berufsethische Lehrveranstaltungen
an der Verwaltungsfachhochschule,
Fachbereich Polizei
 
Weiterbildung
Fach- und Besinnungstage
Akademie und Polizeiseminare
 
Gestaltung von
Gottesdienste und Gebetstage
Wallfahrten
Studienreisen
Meditationstage
Taufen
Trauungen
Beerdigungen

Für diese Aufgaben stellen die Kirchen Haupt- und Nebenamtliche Polizeidekane, Polizeipfarrer und Polizeidiakone, sowie Pastoralreferenten/innen frei. Diese werden unterstützt von engagierten Frauen und Männern im aktiven Polizeidienst, aber auch von ehemaligen Kolleginnen und Kollegen.

Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns! Natürlich sind Gespräche streng vertraulich, da wir unterliegen der Schweigepflicht und das Zeugenverweigerungsrecht besitzen.

Natürlich frage ich mich, was hat Sie bewogen, mal hier reinzuschauen? Bei diesem Gedanken  fiel mir die Aktivität   und  der Leitsatz von Walter Schilling aus Erfurt ein, sie lautet: „Es gibt Dinge im Leben, die man nur erfahren kann“. Dieser heute Achtzigjährige kettenrauchende Theologe hat 1968 die “Offene Arbeit“ in der ehemaligen DDR als einen völlig neuen Weg des Christseins eingeschlagen. Ihr Grundsatz, dass christlicher Glaube nicht zuerst  aus der Predigt, sondern aus dem Vorleben und Miteinanderleben kommt, überzeugte viele Menschen. Sie wurden Christen, obwohl sie nichts mit der Kirche am Hut hatten. Sie hat eine offene Kirche überzeugt, in der sie wichtig sind und angenommen werden mit ihren besonderen Gaben.

Begonnen hatte alles in einem Stall im thüringischen Braunsdorf. Den hatte der Jugendwart zusammen mit Jugendlichen ausgebaut, weil sie sonst keinen Raum hatten. Ihr Prinzip gilt bis heute: Eingeladen sind alle, die kommen wollen, um zu reden, sich aufzuwärmen oder einfach zusammen zu sein.. Sie organisierten Discos, Bibelarbeiten, Diskussionsabende, Sommerfeste..

Die Grundsätze dieser Arbeit sind aktueller denn je. Es ist zum einen die vorurteilslose Annahme des anderen, nicht zu verwechseln mit herablassender Hilfe. “Das wird von den Kanzeln tausendmal gesagt, nur muss es auch gelebt werden“, sagt Walter Schilling. Und zweitens: die Ganzheitlichkeit des Menschen. Jeder ist wichtig, jeder hat seine Gaben, und kein Mensch hat das Recht, sich über andere zu stellen – kein Papst, kein Priester, keine Pfarrerin. Wenn der Apostel Paulus schreibt: “Ihr seid alle Glieder an einem Leib“, kann dann die Hand zum Fuß sagen: “Ich bin mehr als du? fragt Schilling. Das hat für ihn mit Jesus von Nazareth zu tun, der Vorbild war und Außenseiter. Als Mensch, auch als politischer Mensch.

 Kein Wunder, dass die Offene Arbeit zu jener Zeit gegründet wurde, als die junge Generation rebellierte. Nicht verwunderlich auch, dass in der DDR gerade Jugendliche aus der Offenen Arbeit Motor für die Friedliche Revolution wurden. Bis heute gibt es sie. Walter Schilling schätzt: “Bei uns sind 65 % unter 27 Jahre alt. Über 80 % hatten nichts mit der Kirche am Hut“. Sie finden so über die Erfahrung mitmenschlicher Gemeinschaft und das konkrete Handeln für andere in lebenspraktischer Weise zum christlichen Glauben.

 

Ihr

Landespolizeidekan

Alfred Heil

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